Mit großem Engagement hat Olivia Hupe vor ein paar Jahren mit ihrem Studium begonnen. Sie hat sich für die Wirtschaftswissenschaften entschieden. Dass es bei diesem Fach in die Mathe-Richtung geht, hat sie fasziniert, "auch, dass einem nach dem Studium viele Türen offenstehen."
Doch inzwischen ist Hupe nachdenklicher geworden. "Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz verändert sich der Jobmarkt. Vor allem für Berufseinsteiger könnte es schwieriger werden. Immer mehr einfache Tätigkeiten fallen weg", fürchtet sie.
Klassische Bürojobs werden automatisiert
Unbegründet sind solche Sorgen nicht, denn die Arbeitswelt verändert sich rasant. In vielen Betrieben werden Produktionsprozesse digitalisiert. Immer häufiger wird Künstliche Intelligenz eingesetzt und das kommt nicht nur in Industriebetrieben vor, sondern zunehmend auch in klassischen Bürojobs, in der Finanzindustrie, im Marketing, in der Verwaltung und in der Medizin.
Noah Castioni ist Assistenzarzt am Uniklinikum in Mannheim. Er arbeitet im Bereich Radiologie und Nuklearmedizin. "Künstliche Intelligenz gehört für mich zum Arbeitsalltag", sagt er. "In der Röntgendiagnostik kann es beispielsweise eine große Hilfe sein, wenn es darum geht, Frakturen zu erkennen oder um zu beurteilen, ob ein Gelenk ausgerenkt ist oder nicht
Wo KI zum Einsatz kommt
Routineaufgaben - genau diese sind ein zentrales Einsatzgebiet für KI, sagt Jutta Rump vom Institut für Beschäftigung und Employability aus Ludwigshafen. "Wenn große Datenmengen verarbeitet werden sollen und wenn man versucht, Muster zu erkennen, ist das die Zukunft von Künstlicher Intelligenz."
Vielen Beschäftigten macht das Angst. Werde ich meinen Job behalten? Sind all mein Wissen und meine Erfahrung durch die neuen Technologien auf einmal nichts mehr wert?
Jobs werden überflüssig - aber längst nicht alle
Schon heute ist absehbar, dass in den kommenden Jahren viele Jobs nicht mehr gebraucht werden. Künstliche Intelligenz kann übersetzen. Auch in der Buchhaltung oder im Controlling lassen sich Prozesse automatisieren. Juristen werden sich auf Veränderungen einstellen müssen, ebenso Journalisten und Historiker.
"Aber zu glauben, dass Künstliche Intelligenz den Menschen irgendwann einmal voll und ganz ersetzen wird, halte ich für unwahrscheinlich", sagt Arbeitsmarktexpertin Rump. Für sie ist Künstliche Intelligenz vom Grundsatz her eine Form von Daten sammeln, Daten aufbereiten und Daten auswerten. Das alles geschieht nach bestimmten logischen Mustern.
"Aber der Mensch bringt noch viel mehr mit", sagt die Professorin. "Er lässt sich nicht auf Logik und Mathematik reduzieren." Rump spricht von der hohen emotionalen Intelligenz und von der hohen menschlichen Interaktionsintelligenz.
Berufsleben Wie KI und Digitalisierung die Arbeitswelt verändern
Die Arbeitswelt steht vor tiefgreifenden Umbrüchen: Immer häufiger wird Künstliche Intelligenz eingesetzt. Viele Beschäftigte haben Angst, dass ihre Jobs bald automatisiert werden könnten.
Mit großem Engagement hat Olivia Hupe vor ein paar Jahren mit ihrem Studium begonnen. Sie hat sich für die Wirtschaftswissenschaften entschieden. Dass es bei diesem Fach in die Mathe-Richtung geht, hat sie fasziniert, "auch, dass einem nach dem Studium viele Türen offenstehen."
Doch inzwischen ist Hupe nachdenklicher geworden. "Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz verändert sich der Jobmarkt. Vor allem für Berufseinsteiger könnte es schwieriger werden. Immer mehr einfache Tätigkeiten fallen weg", fürchtet sie.
Klassische Bürojobs werden automatisiert
Unbegründet sind solche Sorgen nicht, denn die Arbeitswelt verändert sich rasant. In vielen Betrieben werden Produktionsprozesse digitalisiert. Immer häufiger wird Künstliche Intelligenz eingesetzt und das kommt nicht nur in Industriebetrieben vor, sondern zunehmend auch in klassischen Bürojobs, in der Finanzindustrie, im Marketing, in der Verwaltung und in der Medizin.
Noah Castioni ist Assistenzarzt am Uniklinikum in Mannheim. Er arbeitet im Bereich Radiologie und Nuklearmedizin. "Künstliche Intelligenz gehört für mich zum Arbeitsalltag", sagt er. "In der Röntgendiagnostik kann es beispielsweise eine große Hilfe sein, wenn es darum geht, Frakturen zu erkennen oder um zu beurteilen, ob ein Gelenk ausgerenkt ist oder nicht."
Wo KI zum Einsatz kommt
Routineaufgaben - genau diese sind ein zentrales Einsatzgebiet für KI, sagt Jutta Rump vom Institut für Beschäftigung und Employability aus Ludwigshafen. "Wenn große Datenmengen verarbeitet werden sollen und wenn man versucht, Muster zu erkennen, ist das die Zukunft von Künstlicher Intelligenz."
Vielen Beschäftigten macht das Angst. Werde ich meinen Job behalten? Sind all mein Wissen und meine Erfahrung durch die neuen Technologien auf einmal nichts mehr wert?
Jobs werden überflüssig - aber längst nicht alle
Schon heute ist absehbar, dass in den kommenden Jahren viele Jobs nicht mehr gebraucht werden. Künstliche Intelligenz kann übersetzen. Auch in der Buchhaltung oder im Controlling lassen sich Prozesse automatisieren. Juristen werden sich auf Veränderungen einstellen müssen, ebenso Journalisten und Historiker.
"Aber zu glauben, dass Künstliche Intelligenz den Menschen irgendwann einmal voll und ganz ersetzen wird, halte ich für unwahrscheinlich", sagt Arbeitsmarktexpertin Rump. Für sie ist Künstliche Intelligenz vom Grundsatz her eine Form von Daten sammeln, Daten aufbereiten und Daten auswerten. Das alles geschieht nach bestimmten logischen Mustern.
"Aber der Mensch bringt noch viel mehr mit", sagt die Professorin. "Er lässt sich nicht auf Logik und Mathematik reduzieren." Rump spricht von der hohen emotionalen Intelligenz und von der hohen menschlichen Interaktionsintelligenz.
Anforderungen werden steigen
Auf die Arbeitswelt übertragen bedeutet dies, dass es auch in Zukunft eine Vielzahl von Jobs geben wird, wo das Wissen und das Know-how von Beschäftigten gefragt sind. Das gilt insbesondere in Bereichen, wo es um zwischenmenschliche Beziehungen geht. Die Pflege ist so ein Beispiel, aber auch viele handwerkliche Berufe.
"Aber auch dort wird es Veränderungen geben", glaubt Detlef Gerst vom Vorstand der IG Metall. "In Zukunft wird ein umfangreiches Wissen von den Beschäftigten verlangt. Die Anforderungen werden sich enorm steigern." Und was die Sache nicht einfacher macht - solche Veränderungsprozesse in den Unternehmen werden mit einer enormen Geschwindigkeit vonstattengehen. Für viele Beschäftigte ist das eine große Herausforderung.
Auf die Weiterbildung kommt es an
Noah Castioni vom Universitätsklinikum Mannheim ist dennoch zuversichtlich. "Ich denke, in erster Linie findet eine Umstrukturierung von Arbeitsfeldern statt. Aufgaben und Verantwortungsbereiche werden neu verteilt." Das kann bedeuten, dass in Zukunft völlig neue Berufsfelder entstehen. Detlef Gerst von der IG Metall sieht die Unternehmer in der Verantwortung. "Das ist eine riesige Herausforderung für die Qualifizierungspolitik."
Das Rad lässt sich nicht zurückdrehen. Wir sind schon mittendrin in dieser industriellen KI-Revolution, die nicht nur das Wirtschaftsleben, sondern auch die Gesellschaft verändern wird.